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#77 – MIT CROSSFIT ANFANGEN

Mit CrossFit anfangen

Von 0 auf 100: mit CrossFit anfangen

Julia(30) sagt, dass sie eigentlich nie Sport gemacht hat. Sie hatte zwar die obligatorische Mitgliedschaft im Fitnessstudio, ist aber nie hingegangen. „Ich war das klassische passive Mitglied, an dem die Studios ihr Geld verdienen“, erinnert sie sich, „weil ich mich nie aufraffen konnte, hinzugehen.“ Beruflich bildet sie Führungskräfte aus – sitzt also vor allem am Schreibtisch. Warum ihr heute nicht mehr die Motivation für Sport fehlt und warum sie mit CrossFit anfangen wollte, erzählt sie am besten selbst:

Warum konntest du dich nicht aufraffen, ins Fitnessstudio zu gehen?

Dort trainiert in der Regel jeder für sich, es gibt keine Community und deswegen fehlte mir der Anreiz oder die Verbindlichkeit. Ich hatte eine zeitlang auch eine Sport-Mitgliedschaft, bei der man verschiedene Sportangebote in seiner Stadt in Anspruch nehmen konnte, aber das ist im Grunde noch anonymer, als wenn du immer ins gleiche Fitnessstudio gehst. 

Hast du als Kind mal ein sportliches Hobby ausprobiert?

Als ich zwischen 6 und 10 Jahre alt war, habe ich Leistungsschwimmen gemacht. Natürlich bin ich keine Meisterschaften geschwommen, aber ich war schon 2 oder 3 mal die Woche beim Training. Ich weiß nicht mehr so ganz genau warum, aber irgendwann hatte ich einfach keinen Bock mehr und seitdem hab ich eigentlich keinen Sport mehr gemacht.

warum wolltest du schliesslich mit Crossfit anfangen?

Vor 9 Monaten habe ich an einem Workshop zum Thema Persönlichkeitsentwicklung teilgenommen und in einem der Programmpunkte sollten die anderen Teilnehmer:innen, die sich untereinander und mich eben auch nicht kannten, gegenseitig etwas übereinander erzählen. Also aufgrund des Eindrucks, den sie voneinander hatten, spekulieren. Und ein Teilnehmer sagte dann, dass ich sehr sportlich aussehe und bestimmt viel trainiere. Ehrlich gesagt habe ich gedacht: ich bin nicht fett, aber sportlich ehrlich gesagt auch nicht. Ich hab ihn deshalb gefragt, was er denken würde, welchen Sport ich mache. Er sagte dann, dass Fitnessstudio bestimmt nicht meins ist und für Mannschaftssport hätte ich sicher keine Zeit, aber CrossFit könnte er sich vorstellen. Und da dachte ich: dann teste ich das. Naja und dann hab ich halt gegoogelt, CrossFit Sennestadt gefunden und war dann zum Coffee Date und hab direkt den Probemonat gebucht.

Dein Partner trainiert ja mittlerweile auch bei uns. Wann kam der dazu?

Als ich zu Hause immer erzählt habe, wie cool CrossFit ist (lacht). Eigentlich direkt nach den zwei Elements-Wochen. Irgendwie konnte er nicht glauben, dass ich in den zwei Elements-Wochen und auch im restlichen Probemonat so oft zum Training gegangen bin. Schließlich wollte er es auch ausprobieren. 

Wie oft trainierst du heute?

Nach dem Probemonat bin ich mit 3x Training die Woche eingestiegen, wollte dann aber recht schnell auf 6x Training in der Woche hochstufen. Am Anfang bin ich zu den 9 Uhr Classes gegangen. Mittlerweile gehe ich immer um 7 Uhr zum Training. Was jetzt zur Routine geworden ist, hätten weder mein Partner noch ich mir vorstellen können. Nach dem Training bin ich immer total begeistert und frage ihn, ob er dieses oder jenes schon kannte. Er geht schon seit Jahren fast jeden Tag ins Fitnessstudio. Diese Disziplin und Regelmäßigkeit kannte ich also schon – aber halt von anderen.

Du bist also ziemlich von 0 auf 100 durchgestartet?

Ja. Gestern habe ich ein Video über Stereotypen von CrossFittern gesehen. In dem ging es darum, dass man kein Gespräch mehr führen kann, ohne über CrossFit zu reden. Und so geht es mir heute auch. Wenn ich nicht über die Arbeit rede, dann rede ich über Sport. Dass man in drei Monaten so umschalten kann, erstaunt die meisten Leute.

Du hast ja nach 6 Wochen direkt beim Affiliate Cup mitgemacht?

Ja, so war es. Ich bin eh ein Wettbewerbstyp und denke immer, dass ich besser mitmache, weil ich dann denen, die nicht mitmachen, schon einen Schritt voraus bin. Vier Wochen nach meinem Probemonat sollte der Affiliate Cup stattfinden. Dave hatet mir meinen Teampartner Jens vermittelt, weil ich damals ja noch kaum Leute aus der Box kannte. Nach dem ersten Workout waren wir schon ein richtiges Team. Es war eigentlich egal, wie die Workouts liefen, wir wollten vor allem Spaß haben. Und das haben wir geschafft. 

Merkst du im Alltag eine Veränderung, Seit du mit CrossFit angefangen hast? 

Ja total. Dadurch, dass ich morgens zum Sport gehe, habe ich natürlich eine andere Morgenroutine. Nach den Classes bin ich leistungsfähiger und esse jetzt auch anders. Ich merke tatsächlich, dass mein Körper jetzt andere Nahrung und Nährstoffe braucht als vorher. Heute esse ich, um zu trainieren. Vor CrossFit sind wir viel häufiger Essen gegangen oder haben hier und da mal schnell was auf die Hand gegessen. Insgesamt merke ich, dass ich fitter bin, auch wenn ich heute früher aufstehe und der Tag länger ist. Ich schlafe durch und kann auch typische Handlungen im Alltag einfacher erledigen, also bspw. den Hund ins Auto heben oder Einkäufe tragen.  Ich hatte früher oft Probleme mit dem Rücken, wenn ich etwas hochheben wollte, musste ich immer darauf acht geben, dass ich nicht “unterwegs hängen bleibe” und mir der Schmerz in den Rücken schießt. Das ist heute weg und zwar allein durch die Teilnahme an den Classes.

Was würdest du Leuten Sagen, die nicht wissen, ob Sie mit Crossfit anfangen sollen?

Sie sollten es ausprobieren. Und zwar den ganzen Probemonat mit den Elementsstunden, weil ich denke, dass man dem ganzen schon die Chancen geben muss, es vier Wochen zu testen. Wenn man die vier Wochen hinter sich hat, eine Routine entwickelt hat und vielleicht sogar schon etwas in der Community angekommen ist, dann hat man schon einen ganz guten Eindruck, was CrossFit eigentlich heißt. 

Wichtig ist, nicht zu glauben, dass man nicht fit genug ist. Wenn du immer das gleiche machst, verändert sich nichts, also mach was anderes

Hattest du mal Angst dich zu blamieren

Also ehrlich gesagt habe ich generell selten Angst mich zu blamieren, aber ich habe mich schon ab und zu gefragt, warum andere so viel mehr können als ich. Ich habe dann Coach Dave gefragt, wann ich z.B. auch so viel Gewicht über Kopf bringen kann und er sagte, warte noch 4 bis 6 Wochen, dann wirst du schon ein ganzes Stück weiter sei . Und das ist absolut richtig gewesen.


Wir sind überzeugt, sportliche und gesundheitliche Ziele sind so individuell wie die Menschen selbst. Deswegen ist es auch unser Coaching. Egal, ob du endlich Muskeln aufbauen, Gewicht verlieren, deine Ausdauer oder Haltung verbessern willst oder einfach nur fitter werden möchtest. Wir nehmen uns Zeit für dich und unterstützen dich bei deiner kurz- und langfristigen Zielsetzung und finden den für dich richtigen Trainingsmodus.


Sonja Schroeder

Über die Autorin: Sonja ist seit 2019 Member bei CrossFit Sennestadt. Sie arbeitet als Marketing und Communications Managerin und ist außerdem gern Karla Kolumna für Sport- und Fitness-Themen.

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